Pilates Christoph Klaus
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Pilates-Übungen in korrekter Ausführung
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6 Bewegungsprinzipien

Diese sechs Prinzipien leiten jede Übung und jede Bewegung im Pilates.

Die Prinzipien in der Übung

Jede Bewegung folgt allen sechs Prinzipien gleichzeitig – hier sechs Momente aus dem Training.

Roll-up auf der Matte – jede Bewegung bewusst geführt
Konzentration
Aufrichtung aus der Körpermitte, ein Bein gestreckt nach oben
Zentrierung
Gehaltene Position am Cadillac
Kontrolle
Atemgeführte Streckung am Gerät
Atmung
Genaue Ausführung am Chair
Präzision
Vierfüsslerstand mit gestrecktem Arm und Bein
Fliessende Bewegungen
1. Konzentration

Die Übungen so genau wie möglich und mit vollem Körperbewusstsein auszuführen, erfordert ein Höchstmass an Konzentration. Qualität statt Quantität, lautet das Motto.

„Concentrate on the correct movements each time you do an exercise, least you do them improperly and thus loose all vital benefits of their value.“
Joseph Pilates

2. Zentrierung

Vor dem Beginn jeder Übung wird der Körper neutral ausgerichtet und das Zentrum („Kraftquelle“) wird aktiviert. Zum Zentrum zählen der Beckenboden, das Zwerchfell, die Bauchmuskulatur und die tiefen Rückenmuskeln wie die Multifidus-Muskeln.

Alle Übungen werden aus der starken Mitte heraus ausgeführt. Ein starkes Zentrum erlaubt uns, unseren Körper leicht und koordiniert zu bewegen.

3. Kontrolle

„Qualität, nicht Quantität“ lautet das Motto bei Pilates. Körper und Geist sind im Einklang, um ganz bewusst die gewünschten Bewegungen auszuführen. Kontrollierte Bewegungen erlauben gezieltes Arbeiten: Die gewünschten Muskeln werden trainiert und der Rest der Muskulatur kann entspannt bleiben.

„Ideally, your muscles should obey our will. Reasonably, our will should not be determined by the reflex actions of your muscles.“
Joseph Pilates

4. Atmung

Die Atmung ist ein wichtiges Element der Pilates-Methode. Je mehr Sauerstoff in den Lungen verarbeitet wird, desto leistungsfähiger werden unsere Muskeln. Durch das bewusste und richtige Atmen erhalten die Zellen frischen Sauerstoff und können so angesammelte Schadstoffe ausscheiden.

„To breathe correctly you must completely exhale and inhale, always trying to squeeze every atom of impure air from your lungs in much the same manner that you would wring every drop of water from a wet cloth.“
Joseph Pilates

5. Präzision

Die Übungen sollen so präzise wie möglich ausgeführt werden. Dies erfordert ein hohes Mass an Konzentration und Kontrolle – und einen Lehrer, der nahe genug dran ist, um zu sehen, wo es abweicht.

„Correctly executed and mastered to the point of subconscious reaction, these exercises will reflect grace and balance in your routine activities.“
Joseph Pilates

6. Fliessende Bewegungen

Fliessende Bewegungen fördern die Koordination, Stabilität und Tiefensensibilität. Um die Übungen fliessend auszuführen, muss der Körper im Gleichgewicht sein. Dehnung, Kraft und Koordination müssen ausgeglichen ausgebildet sein. Nur so können die einzelnen Übergänge harmonisch durchgeführt werden. Beim Profi wirken die schwierigsten Übungen beim Ausführen sehr einfach.

„Contrology is designed to give you suppleness, natural grace and that will be unmistakably reflected in all you do.“
Joseph Pilates

Und in der Praxis? Vier dieser sechs Prinzipien – Konzentration, Kontrolle, Präzision und fliessende Bewegung – lassen sich von aussen nur beurteilen, wenn jemand genau hinschaut. Deshalb trainieren bei mir nie mehr als sieben Personen gleichzeitig.

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